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Beratung - Allergien

Nesselsucht und Angioödem

Nesselsucht ist auch als Nesselfieber oder Urtikaria bekannt.

Urtikaria sind das plötzliche Auftreten von erhabenen blassroten Quaddeln oder Flecken auf der Haut aus ungeklärter Ursache oder als Folge einer allergischen Reaktion.
Diese Flecken werden gewöhnlich von einem Juckreiz begleitet, manchmal aber auch von einem Brennen oder Stechen. Sie können überall am Körper auftreten, inklusive Gesicht, Lippen, Zunge, Rachen oder Ohren. Urtikaria variieren stark in der Größe, von wenigen Millimetern Durchmesser bis zur Größe einer Untertasse. Ihr Auftreten kann eine Dauer von einigen Stunden bis zu drei oder vier Tagen umfassen. Fließen mehrere dieser Flecken großflächig zusammen, spricht man von Plaques.

Das Angioödem ist den Urtikaria sehr ähnlich, befindet sich aber nicht wie diese auf der Haut, sondern im Unterhautgewebe. Häufig tritt es als auffällige Schwellung um Augen und Lippen auf, gelegentlich aber auch an den Genitalien, Händen oder Füßen. Allgemein dauert das Angioödem länger als die Urtikaria, ist aber gewöhnlich nach einem Tag wieder verschwunden.
Abgesehen vom entstellten Aussehen des Betroffenen können in seltenen Fällen Schwellungen im Mund- oder Rachenraum die Atemwege verlegen, was notfallmäßiges ärztliches Eingreifen erfordert.


Was verursacht Nesselsucht und Angioödem?

Urtikaria und das Angioödem entstehen durch Defekte in den Wänden kleinster Blutgefäße. Diese Lecks entstehen durch Einwirkung des Histamins, das aus speziellen Blutzellen - den so genannten Mastzellen - freigesetzt wird.

Allergische Reaktionen, chemische Zusätze zur Nahrung, Insektenstiche, Sonnenlicht oder Medikamente können zur Ausschüttung von Histamin führen. In manchen Fällen bleibt die Ursache aber auch ungeklärt, insbesondere, wenn Urtikaria in der chronischen Form auftreten.


Wie werden Nesselsucht und Angioödem diagnostiziert?

Zu Beginn steht die sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte und Untersuchung durch den Arzt oder Hautarzt. Beim Verdacht auf eine Allergie können Hauttests durchgeführt werden, um die verursachende Substanz festzustellen. Routinemäßig wird sicherlich auch das Blut untersucht, um herauszufinden, ob evtll. eine andere Grunderkrankung vorliegt.


Die Therapie

Die beste Behandlung besteht sicherlich darin, den Auslöser der Erkrankung zu finden, aber dies ist in einer Vielzahl der Fälle nicht einfach.
Um die Symptome zu lindern, werden antiallergisch wirkende oder entzündungshemmende Medikamente verordnet. Bei schwerem Auftreten von Urtikaria oder Angioödem kann eine Injektion von Epinephrin (Adrenalin) oder Kortison notwendig sein.
Wer unter dieser Erkrankung leidet, sollte einige Verhaltensregeln befolgen:

  • Vermeiden Sie zur Körperpflege zu heißes Wasser
  • Benutzen Sie eine neutrale, milde Seife
  • Kalte Umschläge lindern Schmerzen und Juckreiz
  • Benutzen Sie Bettwäsche aus kühlenden Materialien
  • Tragen Sie leichte, luftige Kleidung
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