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Beratung - Allergien

Pollen

Pollenallergie

In Deutschland sind drei Hauptgruppen von Pollenallergenen für fast alle Pollenallergien verantwortlich: 

1. die Gräserpollen

Hier sind die Kreuzreaktionen derart hoch, dass man keine Unterscheidungen zwischen den einzelnen Gräsern machen muss. Gräserpollen-Allergiker sind auch auf alle Wild- und Kulturgräser allergisch.

2. Pollen der Birkenverwandtschaft

Auch hier gibt es weitreichende Kreuzreaktionen, etwa auch gegen Erle, Hasel, Hainbuche, Hopfenbuche, sowie Eiche und Edelkastanie. Häufig gibt es hier auch Kreuzreaktionen mit Nahrungsmittelallergenen, insbesondere Apfel und Haselnuss.

3. Pollen von Korbblütlern

Besonders vertreten ist hier Beifuß. Auffällig ist bei Beifußpollenallergikern eine häufig auftretende Nahrungsmittelallergie vor allem gegen rohe Sellerie aber auch gegen einige Gewürze wie etwa Basilikum und Oregano. Unbehandelte Pollanallergien zeigen eine Tendenz zur Ausweitung des Pollenspektrums. Daher kommen zu Sensibilisierungen gegen Gräser,Birken oder Korbblütler weitere Pollenallergene wie Esche, Walnuß, Ampfer, Wegerich, Platane u.a. hinzu. Auch sollte eine Pollenallergie möglichst bald behandelt werden, da in vielen Fällen die Gefahr eines "Etagenwechsels" besteht, was bedeutet,dass Asthma hinzukommen kann.

 

Der Heuschnupfen gehört, wie das allergische Asthma, zu einer Gruppe von Erkrankungen, die auf gleiche Vorgänge im Körper zurückzuführen sind: Ursache ist die Überempfindlichkeit auf verschiedene Umweltstoffe, wie etwa Blütenpollen. Diese wirken als Allergene und lösen eine immunologische Reaktion aus. Bei Kontakt verbinden sich Antikörper und Allergen und veranlassen bestimmte Körperzellen, Botenstoffe auszuschütten, die die allergische Reaktion im Körper weitervermitteln. Ein solcher Botenstoff ist z.B. das Histamin. Histamin ist eine biologisch sehr aktive Substanz, die überall in unserem Körper vorkommt. Die Wirkung des Histamins hat jeder schon einmal gespürt, der eine Brennnessel angefasst hat.

Histamin erweitert die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer Rötung. Aus den Blutgefäßen tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es entsteht eine Schwellung. Zusätzlich wird die Tätigkeit der Drüsen angeregt.

Bei entsprechend empfindlichen Personen führt der erste Kontakt mit einem Allergen zur Entwicklung von natürlichen Abwehrstoffen, sogenannten Antikörpern. Ab diesem Zeitpunkt erkennt der Organismus die harmlosen Substanzen als gefährlich an. Der Körper ist nun "sensibilisiert" und bildet im Laufe von mehreren Jahren immer mehr Antikörper gegen diese Substanzen, die er nun für gefährlich hält. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem der Patient zum ersten Mal bemerkt, dass er krank ist. Es kommt zur ersten allergischen Reaktion. Bei Kontakt mit dem Allergen, z.B. den Blütenpollen, reagiert der Körper jetzt, als müsse er Krankheitserreger bekämpfen.
 

Was Sie bei Pollenallergie tun sollten:

  • Allergische Reaktionen durch vorbeugende Behandlung vermeiden!
  • Allgemeine Immunabwehr stärken!
  • Auslöser erkennen!
  • Auslöser nach Möglichkeit vermeiden!
  • Rechtzeitig ärztliche Hilfe aufsuchen!
  • Verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen!

Findet diese entzündliche Reaktion in der Nase statt, kommt es zu den typischen Symptomen des Heuschnupfens:

  • Fließschnupfen mit sehr starker wässriger Flüssigkeitsbildung
  • Heftige, häufige Niesattacken
  • Juckreiz
  • Verstopfte Nase durch die geschwollene Schleimhaut

Manchmal sind auch die Augen mitbetroffen:

  • Brennen
  • Juckreiz
  • Lichtempfindlichkeit
  • Tränenfluss
  • Rötung
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