Die Sonnenallergie ist eine Immunreaktion auf das Sonnenlicht, in den meisten Fällen ein juckender, roter Hautausschlag. Gewöhnlich bildet er sich im Nacken, auf den Handrücken und den Außenseiten der Arme und Unterschenkel. In seltenen Fällen kann die Hautreaktion auch als Quaddeln oder kleine Bläschen sogar bekleidete Hautpartien befallen. Die Sonnenallergie entsteht durch Änderungen im Stoffwechsel der sonnenexponierten Haut, wobei der genaue Mechanismus dieser Vorgänge noch ungeklärt ist. Offensichtlich sieht das Immunsystem einige Bestandteile der durch das Sonnenlicht veränderten Haut fälschlicherweise als "fremd" an. nach oben Die Sonnenallergie befällt nur dafür sensibilisierte Personen, dann aber reicht in einigen Fällen schon ein kurzes Sonnenbad, um eine allergische Reaktion auszulösen. Die Wissenschaft kennt noch keinen Grund, warum einige Menschen eine Sonnenallergie entwickeln und andere wiederum nicht. Es gibt jedoch Hinweise, dass einige Formen der Sonnenallergie erblich bedingt sind. Besonders betroffen sind Frauen im jungen Erwachsenenalter und Pubertät. nach oben Die Sonnenallergie tritt in verschiedenen Formen auf:
Sie ist die am häufigsten vorkommende Form, die ursächlich mit der UV-A Strahlung des Sonnenlichts zusammenhängt. Juckreiz mit Quaddeln und kleinen Bläschen an der noch ungebräunten Haut gehören zu den Leitsyptomen. Zur Vorbeugung vor einer Urlaubsreise in den Süden wird die Einnahme von Beta-Karotin empfohlen. Damit sollte man etwa 4 Wochen vor Reisebeginn mit 100 mg/Tag starten und auch während des Urlaubs eine Dosis von 50 mg/Tag einhalten. Selbstverständlich ist ein ausreichender Sonnenschutz durch luftige Bekleidung, nicht zu ausgedehnte Sonnenbäder sowie (wasserfeste) Sonnenschutzcremes sinnvoll.
In Hautpflegemitteln, Sonnenschutz-Cremes oder Kosmetikartikeln finden sich Bestandteile, die bei manchen Menschen im Zusammenwirken mit dem ultravioletten Licht kleine, akneförmige Pickel oder Knötchen auf der Haut, bevorzugt im Bereich des Halsausschnittes verursachen. Es wird vermutet, dass besonders Emulgatoren für diese Reaktion verantwortlich sind. Sie bewirken die innige Vermischung zwischen fett- und wasserlöslichen Inhaltsstoffen. Personen mit bekannter Neigung zur Mallorca-Akne sollten als Sonnenschutz Gels mit einem hohen UV-A-Schutz wählen, weil diese fettfrei sind und deshalb auf Emulgatoren verzichtet werden kann. Insgesamt ist die Mallorca-Akne auf dem Rückzug, da die Komponenten moderner Lichtschutzmittel immer verträglicher werden.
Einige Substanzen werden durch Einstrahlung von Sonnenlicht so umgewandelt, dass sie auf der Haut allergische Reaktionen auslösen können. In Frage kommen dafür eine Reihe von Medikamenten, wie zum Beispiel Antibiotika, Mittel zur Entzündungshemmung oder Entwässerung. Auch der Kontakt mit einigen Pflanzen (Bärenklau, Zitrusfrüchte) kann bei entsprechend disponierten Menschen photoallergische Reaktionen hervorrufen. Es empfiehlt sich, dass Patienten mit einer Dauermedikation ihren Arzt oder Apotheker über entsprechende Risiken vor Beginn eines Urlaubs befragen. Eventuell sollte auf das gewohnte Sonnenschutzmittel verzichtet werden. Stattdessen können solche mit einem mineralischen Filter aus Mikropigmenten (Zinkoxid, Titanoxid) verwendet werden.